Der Günther Beckstein des Nordens

Bevor er am nächsten Sonntag um 18.00 Uhr irrelevant sein wird, hier noch einige Worte zu Hamburgs Regierungschef Christoph Ahlhaus. Und zwar sind mir am Wochenende bei ihm erstaunliche Parallelen mit Einem aufgefallen, der schon irrelevant ist: Günther Beckstein.

Beide sind Außenseiter: der fränkische Protestant Beckstein in München, der konservative Heidelberger Ahlhaus in Hamburg. Beide folgten langjährigen, erfolgreichen Vorgängern nach, und beide scheiterten nach kurzer Zeit. Beide haben sich nach einem einfachen Schema als innenpolitische Hardliner profiliert: Wenn der Bundesinnenminister drei Monate Vorratsdatenspeicherung fordert, dann fordert der Typus Beckstein / Ahlhaus eben sechs Monate. Wenn der Bundesinnenminister 14 Tage Freiheitsentzug ohne Haftbefehl zur Terrorismusbekämpfung fordert, dann fordert der Typus Beckstein / Ahlhaus eben 48 Tage. Etc. Beide mussten feststellen, dass diese Vorgehensweise eine leicht unzureichende Vorbereitung auf das Amt des Regierungschefs ist.

Allerdings muss man Günther Beckstein eines zugute erhalten: Es ist schwer vorstellbar, dass er seine Marga jemals ‘Fila’ genannt hat. Und falls doch, hatte er zumindest das politische Gespür, das tunlichst für sich zu behalten.

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